Kommunikation


Honigbienen nutzen ein hoch entwickeltes Verständigungssystem: die „Tanzsprache“.

Sie teilen sich gegenseitig mit, wo sich gute Futterquellen befinden, sie können so ihre Stockgenossinnen aktivieren oder auch bremsen.

 

Diese Art der Kommunikation ermöglicht es den Bienen, die ergiebigsten Ressourcen im Umkreis von einigen Kilometern um ihr Nest rasch auszubeuten.

Das Kommunikationssystem enthält bestimmte Tanzfiguren, die Richtung und ungefähre Flugentfernung einer Futterquelle anzuzeigen. Hierbei unterscheidet man zwischen Rund- und Schwänzeltanz. Der Rundtanz wird aufgeführt, wenn sich die Nahrungsquelle innerhalb einer Entfernung von 100 m befindet; außerhalb davon benutzen die Bienen den Schwänzeltanz zur Verständigung.

Die Bienen, die der vortanzenden Biene folgen, erhalten weitere Detailinformationen über Duftstoffe und akustischen Signale, die während des Bienentanzes erzeugt werden. Das „Summen“ der Bienen gibt die spezifische Information über Entfernung und Richtung und Ergiebigkeit des Futters an. Der Duft weist die Bienen auf die Art der Quelle hin.

Die ersten Entdeckungen dieses Systems erbrachten dem österreichischem Verhaltensforscher Karl von Frisch im Jahre 1973 den Nobelpreis.